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Toter Vogel

Ansichten zur Klimahysterie

Meine Meinung

Die Empörung über den Klimawandel ist endgültig in den Mainstream gesickert. Überall sprießen die Klimaretter nun hervor und das zunehmend resoluter. „Ziviler Ungehorsam sei die einzige Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen, das es höchste Zeit für die Rettung des Klimas ist.“ lautete der Tenor eines Extinction-Rebellion-Aktivisten, den ich in einer Fernsehreportage vernommen hatte. Ich verstehe die Beweggründe dieser Aktivisten. Ich verstehe auch die in alle Munde gekommene Greta Thunberg mit Ihren Forderungen. Auch verstehe ich die Wut einzelner Menschen über den Umgang mit diesem Planeten, aber dennoch wirkt sie wenig zielführend auf mich. „Basta-Mentalität“ und gesteigerte Radikalität herrschen vor und es wabert eine Art missionarischer Eifer durch die Aktivistenszene. Die Menschheit muss bekehrt und zu ihrem Glück gezwungen werden. „Ich will das ihr in Panik geratet.“ schallt es dabei aus dem Mund von Greta Thunberg. Meiner Meinung nach kein besonders gesunder Ratschlag. Panik ist wohl eines der unangenehmsten Gefühle, welches der Mensch erleiden kann. Das Gefühl von Ausweglosigkeit, Herzrasen und eine eingeschnürte Kehle, die einem kaum atmen lässt. Wer dieses Gefühl schon einmal miterleben musste, weiß wie bedrohlich sich das anfühlt. Panik ist einfach kein guter Ratgeber, außer man möchte sich akut aus einer wirklich lebensbedrohlichen Situation befreien.

Ich will das ihr in Panik geratet.“

Greta Thunberg

Nein – mit Radikalität und Panikmache wird sich diese Gesellschaft sicher nicht umpolen lassen und geistig reife Menschen werden sich davon auch nicht beeindrucken lassen. Die meisten Menschen, die ich kenne, haben durchaus ein Umweltbewusstsein, auch wenn sie eines oder mehrere Autos besitzen oder zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen. Nach Auffassung der neuen „Jünger der Klimarettung“ sollte man das aber nur noch mit gesenktem Haupt tun. Der Impuls, der von Galionsfiguren wie Greta Thunberg ausgeht, ist durchaus beeindruckend und eventuell vielleicht sogar nötig gewesen um ein gesteigertes Umweltbewusstsein in den Menschen zu schaffen, aber was danach folgte gefiel mir nicht: Resolute Forderungen, die bereits erwähnte Panikmache und der erhobene Zeigefinger waren noch nie sexy. Es hatte etwas Oberlehrerhaftes, was mir dabei entgegen schwappte.

Besonnenheit ist eine Tugend

Ebenfalls oberlehrerhaft hört es sich wohl auch von mir an, wenn ich sage, das ich einem 16-jährigen Mädchen auch die nötige Reife dazu abspreche, einen derartigen gesamtgesellschaftlichen Diskurs mit der nötigen Objektivität führen zu können. Wahrscheinlich werde ich für diese Auffassung von diversen Thunberg-Anhängern gesteinigt werden, aber in diesem zarten Alter, hatte auch ich unumstößliche Meinungen und eine Sturheit, die mich durch die Wand gehen ließ. Glücklicherweise habe ich einige dieser Überzeugungen abgelegt, denn Sturheit kann sehr schnell eine ungesunde Tendenz bekommen und unangenehme Folgen für die Mitmenschen. Nämlich dann, wenn man zu einem Tyrannen wird, der seine Überzeugungen jedem aufzwingen will, weil er der Meinung ist, die unumstößliche Wahrheit zu kennen und sein Urteilsvermögen von etwas zu viel Eifer getrübt ist.

Die Welt wird sicher nicht gleich morgen untergehen und auch nicht in 20 Jahren, wie manche Zukunftsseher prognostizieren wollen. Oft wird die These verbreitet, das die menschengemachte Klimaerwärmung wissenschaftlich längst mehrfach untermauert worden sei. Ein Anzweifeln oder zumindest ein kritischer Blick auf diese Annahmen scheint kaum noch möglich. Eine Recherche im Internet ergibt, das es durchaus Kritik von anerkannten Wissenschaftlern an der mittlerweile gängigen Lehrmeinung vom menschengemachten Klimawandel gibt. 1

Menschen sind widersprüchlich

Die Gesellschaft mit all ihren Interessengruppen wird sich nur sehr ungern ein Kostüm überstülpen lassen. Durchgedrehte Teenager werden auch weiterhin Überflüssiges bei Modediscountern eintüten, so wie andere Konsumenten ihren Einkaufswagen mit unnötigem Kram eines schwedischen Möbelhauses füllen werden. Auch der Verpackungsmüll aus einem Fast-Food-Drive-In wird mit großer Sicherheit weiterhin die Straßengräben „schmücken“ und auch ich werde Dinge kaufen, die ich eigentlich nicht brauche. Entschuldigt, die etwas überspitzte Beschreibung. Ich wollte damit weder die nachkommende Generation beleidigen, noch irgendeine eine andere Menschengruppe. Denn nicht nur im „Klima-Lager“ wird mit dem verbalen Schlagstock herum schwadroniert. Auch bei anderen radikalen Gruppierungen, heiligt der Zweck die Mittel. Militante Veganer und Radikalfeministinnen kennen auch wenig Respekt vor der eigenen Spezies, wenn es darum geht, das eigene Weltbild zu vertreten. Wäre das Leben nicht um einiges harmonischer, wenn jeder etwas Milde walten lassen würde, anderen gegenüber und sich selbst? Nichts gegen Überzeugungen und den Kampf dafür, aber doch dann bitte mit etwas Menschlichkeit und Nachsicht. Auch wenn dieser Appell an den Mauern der Radikalität zerbrechen wird, so habe ich es doch zumindest versucht.

Ja es stimmt schon, wir alle erzeugen wirklich abartig viel sinnlosen Müll und verschwenden Ressourcen, das einem schwindlig werden kann. Ein bisschen mehr Bewusstheit würde dem ein oder anderen nicht schaden, da bin ich auch mir sicher. Diese Sichtweise allerdings mit der Brechstange zu verteilen, halte ich für unangebracht.

Quellen:

1. Artikel „Die Klimahysterie“ auf cicero.de –
www.cicero.de

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Hi, mein Name ist Michael Beetz und ich bin das Gesicht hinter wunderdings.de – Mein Blog mit Geschichten aus meinem Leben.

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