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Pflanze im Sonnenschein

Die Natur als Lehrmeister

Zugegeben ist es manchmal ein bisschen viel für mich. Im Grunde wird man heutzutage dauerbeschallt. Auf dem Smartphone ploppen die Nachrichten auf und die meist überflüssigen E-Mails mit den „Mega-Sonderangeboten extra für Sie“ finden im Halbstundentakt ihren Weg in mein Postfach. Nebenher bestrahlt mich mein Computermonitor mit ermüdenden Kunstlicht. Mal abgesehen von den Massen an Werbeprospekten die meinen analogen Briefkasten überquellen lassen. Surft man dabei noch auf den Seiten der großen Medienhäuser flattert einem auch noch Mord, Krieg und Totschlag entgegen garniert mit dem Klimakollaps und anderem Wahnsinn. Natürlich hat die heutige, moderne Welt auch ihre Segnungen. Wie sonst könnte ich diesen Blog betreiben und mein Geschriebenes ohne großen finanziellen Aufwand einer breiten Gemeinde bereitstellen. Es ist immer die Sache mit der Medaille und ihren zwei Seiten. Sicher habe ich auch die Entscheidungsgewalt darüber, was ich an mich heranlasse und was nicht. Dennoch ist man als teilhabendes Mitglied dieser Gesellschaft auch immer von dem Strudel der Dauerbeschallung beeinflusst. Ich werde diesen Umstand nicht verändern können, denn er gehört zur modernen Gesellschaft schlicht dazu. Ich kann nur den Umgang damit anders gestalten und ein wichtiger Schlüssel um dem alltäglichen Chaos auch mal eine Absage zu erteilen ist der Gang in die Wälder.

Der stille Philosoph „Natur“

Ein einzelner Baum wogt im Wind und verrichtet seine Arbeit Sommer wie Winter und das meist über einen Lebenszeitraum, der den der meisten Menschen überdauert. Ohne zu Murren produziert er Sauerstoff und nimmt Kohlendioxid in sich auf. Ein Monument der Beständigkeit und Geduld. Ein kleiner Bach plätschert gemächlich vor sich hin, um sich später in einen reißenden Fluss zu verwandeln. Ein Ebenbild für Ruhe und Aktivität – aber niemals inaktiv erstarrt, sondern immer fließend. Ein Stein über Jahrmillionen zu einem harten Gebilde zusammen gepresst, der sich in der Sonne aufheizt und die Wärme wiedergibt. Ein Symbol des Gebens und Nehmens. Oft erreicht mich der stille Ruf der Sonne, die ihre Strahlen wie eine Einladung zum nach draußen gehen durch mein Bürofenster scheinen lässt.

Die Botschaften der Natur

Das alles sehe ich als Metaphern für das Leben an und schließlich bin auch ich Teil dieses Begriffes „Natur“. Allzu oft sieht sich der heutige Mensch getrennt davon, dabei ist er genau wie jedes andere Lebewesen daraus entstanden und somit Teil davon. Es ist also nicht nur die Stille oder die frische Luft die mir Entspannung verschafft, sondern auch die versteckten Botschaften, welche die Natur uns mitteilt ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Ein romantisches Bild – denn die Natur kann zweifelsohne sehr brutal sein und erbarmungslos zuschlagen. So ruhig und aufbauend sie wirkt, so zerstörerisch kann sie sein. Genau wie das Leben eines jeden Einzelnen Berg- und Talfahrten hat. Unsere Wälder, Wiesen und alle anderen Naturschauspiele sind fantastische Lehrmeister. Dieser ist es, der es immer wieder schafft, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber auch die ausgeschmücktesten Worte können das Wunder der uns umgebenden Natur nicht treffend beschreiben. Ich habe deswegen ein paar Eindrücke aus meinen vergangenen Naturexkursionen gesammelt und lasse diese in einer Bildergalerie sprechen.

Bilder und Text: (c) Michael Beetz

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Hi, mein Name ist Michael Beetz und ich bin das Gesicht hinter wunderdings.de – Mein Blog mit Geschichten aus meinem Leben.

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